Ahnenliste Arndt Richter


Ahnenliste Arndt Richter

Artikel-Nr.: AMF-SR 220

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Taschenbuch, 128 Seiten, Format: A5
1. Auflage September 2010

Astaka-Nr.: AL 9260 b, Stand 1973, (früher: AL 8056, Stand 1966)
Im April 2010 mit Textprogramm WORD neu erfaßt unter Einarbeitung aller Ergänzungen nach 1966

Vorwort zur Ahnenliste Arndt Richter

Über den Werdegang meiner Ahnenliste habe ich bereits ausführlich in meinem autobiographischen online-Buch „Festgefügtes im Strome der Zeit - Genealogische Bekenntnisse" (2009) berichtet. Es soll hier nicht wiederholt werden; Interessierte seien darauf hingewiesen: http://www.genetalogie.de/bekenntnisse/start.html

Es sollen hier nur noch einige erläuternde Bemerkungen zu den Forschungsergebnissen im Lichte der quantitativen Genealogie gemacht werden. Die quantitativen Verhältnisse, das heißt die abnehmende „biologische Wirksamkeit" mit zunehmender Generationsentfernung waren mir schon seit meiner Dresdner Oberschulzeit bewußt. Nur fehlten mir damals noch geeignete Literatur-Vorbilder zur Darstellung dieser Verhältnisse. Bald stieß ich bei meinen Forschungen auf eine Verwandtenehe (Vetter-Base 1. Grades) innerhalb der 5. Ahnengeneration (Ur-Ur-Urgroßeltern) bei meiner mütterlichen Großmutter, die meine besondere Neugier hinsichtlich der genetischen Konsequenzen und einer sinnvollen Darstellung dieser Verhältnisse weckte. Dieser Umstand ist wohl mitbestimmend gewesen sein, daß die genealogische Tatsache des sogenannten Ahnenschwundes bzw. -Verlustes (Implex) mein jahrzehntelanges Spezialgebiet innerhalb der Genealogie werden sollte und ich bald das große Glück hatte, hier Prof. Siegfried RÖSCHs wissenschaftlichen Fußspuren folgen zu können. Zunächst waren mir RÖSCHs „Grundzüge einer quantitativen Genealogie" (1955), die ich 1966 zum ersten Mal las, eine sichere Wegleitung, bis ich dann 7 Jahre später 10 Jahre lang auch Prof. RÖSCHs persönliche Freundschaft bis zu seinem Tode 1984 genießen konnte. Es sei hier wieder auf meine Veröffentlichungen hingewiesen, die ich z. T. in meine Genealogie-Internetseite gebracht habe.

Einen Überblick findet man in meinem Aufsatz „Die Ahnentafel im Lichte der Genetik" http://www.Renetalogie.de/persreg2.html.
Eine Zusammenstellung der Literatur über Vorfahren- und Nachfahren-Implex unter: http://www.genetalogie.de/ahn/litlistindex.html.

Die von mir in den Jahren 1952 bis 1973 erforschte Ahnenschaft basiert hauptsächlich auf meiner Korrespondenz von Ulm/Do. (1956) und München (seit 1964) aus, mit Pfarrämtern (meist Pfarrern) in Sachsen (Raum Altenburg-Chemnitz) und Auftragsforschern in Dresden. Auch meine frühe Mitgliedschaft im ost-westlichen Ahnenlistenaustausch, der seinerzeit in Dresden befindlichen Ahnenstammkartei (Astaka) seit 1957, war ein großer Erfolg aufgrund vielfältiger Ahnen-Ergänzungen beschieden. Der damalige Verwalter der Astaka, Herr Kurt Wensch, Dresden, 1902-1997, sollte mir im Laufe der Jahre zu einem väterlichen Freund werden, dem es aus Altersgründen möglich war, auch schon vor der deutschen Wiedervereinigung an westdeutschen Genealogentagen teilzunehmen und auch Reisen nach München zu Forscherkollegen zu unternehmen. Auf meine frühere Astaka-Mitgliedschaft geht auch die Darstellung meiner Ahnenliste in alphabetischer Reihenfolge nach Ahnenstämmen zurück, da diese Form der Darstellung für das AL-Umlaufverfahren aus Zweckmäßigkeitsgründen (Zusammenhang der Geschlechter und Astaka-Verkartung) vorgeschrieben war. Abschließend seien noch meine statistischen Auswertungen (Ahnenlisten-Analysen) erwähnt, die ich hier tabellarisch dargestellt habe:
Jahres- und Altersstatistik in Tabelle 1, sowie in Tabelle 2: Implex ik, Ik („Ahnenschwund") und Erforschtheitsgrad rtk , Rtk , jeweils bei verschiedenen Zählweisen voll und halb (v) und (h). Diese beiden Tabellen hat mir mein Sohn Dr. med. Udo Richter, Tutzing/Obb., mit seinem Excel-Programm erstellt.

Des weiteren ist die Streuung δ der Geburts-(*) und Sterbe-(+)jahre in Grafik B dargestellt. Im einzelnen muß hier auf Prof. Siegfried Röschs grundlegendes Büchlein zu dieser Materie verwiesen werden: Grundzüge einer Quantitativen Genealogie, Praktikum für Familienforscher, Heft 31, Verlag Degener, Neustadt/Aisch 1955, 78 Seiten. Hier sind alle Rechenregeln ausführlich angegeben und zahlreiche Grafiken erläutern die oft komplexen verwandtschaftlichen Verflechtungen bei den Verwandtenehen.

Eine sehr zweckmäßige Möglichkeit, den Ahnen-Implex exakt aus den ermittelten Geschwistergruppen der Ahnentafel zu berechnen, habe ich vor 23 Jahren in der Zeitschrift „Computergenealogie" am Beispiel der verwandtschaftlich stark verflochtenen Ahnentafel von Gregor Mendel veröffentlicht:  „Verwandtschafts- und Implexberechnungen" (1987, Jg.3,H.7, S.186-191).

In Tabelle 3 ist das Implex-Rechenprinzip innerhalb meiner eigenen Ahnenschaft wohl selbsterklärend aufgrund der bisher erforschten 8 Vollgeschwistergruppen dargestellt. Der Implex ist hier noch relativ gering 1,56 % (7. Generation) bzw. 3,12 % (8. Generation) und wird quantitativ hauptsächlich aufgrund der beiden Vollgeschwistergruppen (116/119 und 193/199/232) bzw. der daraus resultierenden Geschwisterehen 58 oo 59 (1. Grades) und 48 oo 49 (2. Grades) in der 5. Ahnengeneration verursacht, damit ist aber auch die Ehe meiner mütterlichen Großeltern 6 oo 7 eine Verwandtenehe höheren Grades, wie man besser aus meiner Skizze (Grafik C ) erkennen kann. Schaubildliche Darstellungen sollten immer die abstrakt-nummernmäßige ergänzen!-

Ausdrücklich muß aber daraufhingewiesen werden, daß eine solche Implex-Berechnung aufgrund der stets unvollständig erforschten Ahnentafel immer nur Minimalwerte darstellt. Die tatsächlichen Implexwerte innerhalb einer Generation können grundsätzlich nur bei vollständig erforschten Generationen angegeben werden, das ist aber hier in meinem Falle nur bis zur 6. Generation der Fall, wo noch gar kein Implex vorhanden ist, da dieser erst ab der 7. Ahnengeneration beginnt.-

Eine Ahnengemeinschaft zu einer „Lexikonberühmtheit" konnte ich nicht nachweisen. Es darf aber mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß eine solche zum Bauernastronom Johann Georg PALITZSCH, * Prohlis bei Dresden 11.6.1723, begr. Leubnitz bei Dresden 22.2.1788, nachweisbar wäre, wenn die Kirchbücher und anderen Quellen im Kirchspiel Leubnitz durch Kriegseinwirkung (7-jähriger Krieg) nicht so lückenhaft wären.

http://de.wikipedia.org/wiki/Johann Georg Palitzsch

Meine 4-fach in der Ahnenliste vorkommenden PALITZSCHs stammen alle aus Sobrigau, dem Nachbarort von Prohlis, dem Geburtsort des Bauernastronomen Johann PALITZSCH im gleichen Kirchspiel! Hinzu kommt, daß mein Grundschullehrer und Heimatforscher Ernst Karl RÜHLE, 1887-1981, erforscht bzw. korrigiert hat, daß die Mutter des Bauernastronomen Martha HEYNE aus Neuostra bei Dresden stammt, - und nicht irrtümlicherweise aus dem entfernten Nossen bei Freiberg/Sachsen. Auch Neuostra bei Dresden gehörte zum Kirchspiel Leubnitz (jetzt Leubnitz-Neuostra, Stadtteil von Dresden) und ist ein Stammort mehrerer meiner Ahnenfamilien. Zur früheren Annahme von Nossen als Geburtsort von PALITZSCH' Mutter kam es aufgrund einer falschen Interpretation der Abkürzung NOS im Kirchenbuch für Neuostra.- Johann Georg PALITZSCH entdeckte 1758 zuerst den Halleyschen Kometen und 1782 die periodische Veränderlichkeit des Sterns Algol.

Inhalt

  1. Quellen, S. 3
  2. Zeichenerklärung zur AL, S. 7
  3. Ahnenliste, S. 8
  4. Namensverzeichnisse, S. 82
  5. Ortsverzeichnisse, S. 90
  6. Anlage zur KÜNTZELMANN-Stammliste und RICHTER-Ahnenliste, S. 121
    Stammliste KÜNTZELMANN siehe Schriftenreihe Heft 221
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